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Der Mann auf dem Kirchturm – Kinostart, Themen und Fakten

George Henry Carter Howard • 2026-04-17 • Gepruft von Mia Schneider

Edwin Beeler hat mit 67 Jahren seinen persönlichsten Film gedreht: Eine Spurensuche nach dem Grossvater, der als Kaminfeger und Dachdecker in Oberägeri im Kanton Zug arbeitete und mit 65 Jahren Suizid beging. Der Dokumentarfilm «Der Mann auf dem Kirchturm» verarbeitet ein generationenübergreifendes Familientrauma und ist seit kurzem in den Schweizer Kinos zu sehen.

Der 80-minütige Film verbindet private Erinnerungen mit einer grösseren Reflexion über patriarchale Strukturen, das verschwundene Schweizer Dorfleben und die Unfähigkeit, über Gefühle zu sprechen. Beeler nutzt dafür eine breite Palette dokumentarischer Methoden.

Wo läuft der Film «Der Mann auf dem Kirchturm»?

Der Dokumentarfilm ist seit Donnerstag in den Schweizer Kinos angelaufen. Aktuelle Vorführungszeiten können über Plattformen wie Swiss Films, Kino Mansarde und weitere Kinoprogramme recherchiert werden. Die Verfügbarkeit variiert je nach Kino und Region.

Informationen zur Kinovorführung

Die genauen Spielzeiten ändern sich regelmässig. Für tagesaktuelle Informationen empfiehlt es sich, die Websites der jeweiligen Kinos oder Plattformen wie Swiss Films direkt zu konsultieren.

Filmübersicht auf einen Blick

Detail Information
Regisseur Edwin Beeler
Genre Dokumentarfilm
Thema Familienchronik aus Oberägeri
Laufzeit 80 Minuten
Produzent Calypso Film AG
Handlungsort Oberägeri, Kanton Zug
Kinostart Seit kurzem in der Schweiz

Wichtige Fakten zum Film

  • Der Grossvater des Regisseurs war als Kaminfeger und Dachdecker im Dorf Oberägeri tätig
  • Er war bekannt dafür, auf Kirchtürmen in schwindelerregender Höhe zu arbeiten
  • Für den jungen Edwin Beeler verkörperte sein Grossvater einen Helden und Glücksbringer
  • Der Grossvater beging im Alter von 65 Jahren Suizid
  • Der Film verarbeitet ein generationenübergreifendes Trauma, das die Familie bis heute prägt
  • Edwin Beeler schuf den Film mit 67 Jahren als sein bisher persönlichstes Werk

Trailer und Inhalt des Dokumentarfilms

Der Film beginnt mit den Erinnerungen eines Enkels an seinen Grossvater – einen Mann, der in den 1950er und 1960er Jahren auf den Kirchtürmen der Innerschweiz arbeitete. Für das Kind war er ein Held, jemand, der über den Dingen zu schweben schien.

Als der Grossvater mit 65 Jahren Suizid beging, hinterliess er eine Familie, die mit diesem Verlust nicht umgehen konnte. Jahrzehnte später begibt sich Edwin Beeler auf eine filmische Spurensuche.

Filmische Gestaltung

Beeler setzt eine vielfältige Palette an dokumentarischen Methoden ein: Fotografien und Archivmaterial, Animationen, Zeichentrick sowie direkte Erzählungen von Zeitgenossen, Dorfbewohnern und Verwandten. Diese Techniken verdichten sich zu einem vielschichtigen Porträt.

Die filmische Sprache wechselt zwischen dokumentarischer Nüchternheit und emotionaler Tiefe, zwischen Animation und Realaufnahmen. Jede Methode dient einem anderen Zugang zur Familiengeschichte.

Filmemacher-Biografie

Edwin Beeler, heute 68 Jahre alt, hat sich als Filmemacher der Aufgabe gestellt, ein Tabu in seiner Familie aufzubrechen. Der Dokumentarfilm markiert einen Wendepunkt in seinem Schaffen.

Hintergrund und zentrale Themen

Über die private Familiengeschichte hinaus zeichnet Beeler das Bild eines verschwundenen Schweizer Dorflebens. Der Film portraitiert patriarchale Strukturen, wie sie in kleinen Bergdörfern der Innerschweiz lange vorherrschten.

Geschlechterrollen und Tabus

Ein zentrales Thema des Films ist die Unfähigkeit, über Gefühle zu sprechen. In den dargestellten Generationen fehlten die Worte für Trauer, Verlust und psychische Belastung. Dieses Schweigen wurde zur Belastung für nachfolgende Generationen.

Der Film reflektiert auch über Geschlechterrollen, wie sie in der Nachkriegszeit gelebt wurden. Der Mann als Arbeiter, als Versorger, als jemand, der seine Gefühle nicht zeigen durfte – diese Normen prägten das Familienleben.

Das Dorf Oberägeri

Oberägeri im Kanton Zug dient nicht nur als Schauplatz, sondern als Chiffre für das ländliche Leben der Nachkriegszeit. Die spezifische Topografie des Ortes – die Berge, die Kirchtürme, die Abgeschiedenheit – prägt die Erzählung ebenso wie die soziale Struktur des Dorfes.

Zeitlicher Rahmen der Geschichte

Die Geschichte erstreckt sich über mehrere Generationen und verbindet Vergangenheit mit Gegenwart.

  1. Frühes Leben des Grossvaters: Als Kaminfeger und Dachdecker in Oberägeri tätig, entwickelt er seine Leidenschaft für die Arbeit in schwindelerregender Höhe
  2. Familiengründung: Heirat, Kinder, das Leben im Dorf der Innerschweiz unter patriarchalen Strukturen
  3. Der Suizid: Der Grossvater begeht mit 65 Jahren Suizid und hinterlässt ein traumatisiertes Umfeld
  4. Die Jahre danach: Die Familie versucht, mit dem Verlust und dem Schweigen umzugehen
  5. Die Filmproduktion: Edwin Beeler beginnt mit 67 Jahren die Arbeit am Dokumentarfilm
  6. Der Kinostart: Der Film läuft seit kurzem in den Schweizer Kinos

Gesicherte und ungesicherte Informationen

Gesicherte Informationen Unklare Punkte
Regisseur: Edwin Beeler Genaue Anzahl Vorführungen pro Kino
Produktionsfirma: Calypso Film AG Festivalteilnahmen im Ausland
Laufzeit: 80 Minuten Weitere Verleihpläne ausserhalb der Schweiz
Handlungsort: Oberägeri, Kanton Zug Verfügbarkeit als Stream oder DVD
Kinostart in der Schweiz seit kurzem Genauer Erscheinungstermin
Verwendung von Animation und Archivmaterial Budget des Films
Hinweis zur Aktualität

Da der Film erst kürzlich in die Kinos gekommen ist, liegen noch nicht zu allen Details gesicherte Informationen vor. Insbesondere zur internationalen Verfügbarkeit und weiteren Vorführungsorten werden fortlaufend neue Details bekannt gegeben.

Bedeutung für die Schweizer Filmlandschaft

Der Dokumentarfilm fügt sich in eine Tradition Schweizer Filme ein, die sich mit persönlichen Familiengeschichten auseinandersetzen. Die Verbindung von Autobiografie und Zeitgeschichte, von privatem Schmerz und gesellschaftlicher Analyse, macht den Film zu einem bemerkenswerten Beispiel zeitgenössischer Dokumentarfilmkunst.

Die Kombination aus klassischen Dokumentarmethoden und experimentellen Elementen wie Animation und Zeichentrick erweitert die Ausdrucksmöglichkeiten des Genres. Der Film zeigt, wie persönliche Erinnerungen zu einem allgemeingültigen Dokument über Familie, Trauma und Heilung werden können.

Die Entscheidung, das Thema Suizid und psychische Gesundheit offen anzusprechen, trägt zur Entstigmatisierung dieser Themen bei. In einer Gesellschaft, die lange über solche Themen geschwiegen hat, leistet der Film einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Diskussion. Der Film zeigt, wie persönliche Erinnerungen zu einem allgemeingültigen Dokument über Familie, Trauma und Heilung werden können, was an die Themen von ${Die Beständigkeit der Erinnerung} erinnert. Die Beständigkeit der Erinnerung

Quellen und Zitate

Für die Recherche dieses Artikels wurden verschiedene Quellen herangezogen, darunter Informationen von Swiss Films, SRF, Filmblogs und Kino-Plattformen. Die folgenden Zitate stammen aus den offiziellen Quellen:

Er ist der Kaminfeger des Dorfes – eine vertraute Figur in Oberägeri, ein Mann, der auf Kirchtürmen in schwindelerregender Höhe arbeitet und für die Dorfbewohner ein Symbol von Mut und Nähe zum Himmel ist.

— Swiss Films, Filmbeschreibung

Dokumentarfilmer Edwin Beeler blickt mit 67 Jahren auf die Geschichte seines Grossvaters zurück und schafft damit seinen persönlichsten Film.

— Sennhausers Filmblog, Januar 2026

Weitere Informationen finden sich auf den Plattformen der Filmverleiher und in den Programmheften der teilnehmenden Kinos. Die mediale Berichterstattung konzentriert sich bislang auf die Premiere und die persönliche Dimension des Films.

Zusammenfassung und Ausblick

«Der Mann auf dem Kirchturm» ist ein persönlicher Dokumentarfilm, der weit über eine individuelle Familiengeschichte hinausreicht. Edwin Beeler verarbeitet den Suizid seines Grossvaters, indem er die Wurzeln dieses Traumas in den patriarchalen Strukturen der Nachkriegszeit freilegt. Der Film nutzt vielfältige dokumentarische Methoden – von Archivfotos über Animationen bis hin zu Zeitzeugenberichten – um ein vielschichtiges Porträt zu schaffen. Mit einer Laufzeit von 80 Minuten ist er seit kurzem in den Schweizer Kinos zu sehen.

Wer mehr über das Schaffen von Edwin Beeler erfahren möchte, findet in Artikeln über seine Filmographie weitere Einblicke in die Entwicklung des Schweizer Dokumentarfilms.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange läuft der Film «Der Mann auf dem Kirchturm»?

Die Laufzeit des Dokumentarfilms beträgt 80 Minuten.

Wer hat den Film produziert?

Der Film wurde von Calypso Film AG produziert.

In welchem Kanton spielt die Geschichte?

Die Geschichte spielt in Oberägeri im Kanton Zug in der Innerschweiz.

Welche filmischen Techniken setzt der Film ein?

Der Film nutzt Fotografien, Archivmaterial, Animationen, Zeichentrick sowie direkte Erzählungen von Dorfbewohnern und Verwandten.

Was sind die zentralen Themen des Dokumentarfilms?

Zentrale Themen sind das generationenübergreifende Familientrauma, patriarchale Strukturen, die Unfähigkeit über Gefühle zu sprechen und Geschlechterrollen.

Ist der Film ausserhalb der Schweiz verfügbar?

Derzeit konzentrieren sich die Vorführungen auf die Schweiz. Informationen zu internationalen Verleihplänen liegen bislang nicht vor.

George Henry Carter Howard

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George Henry Carter Howard

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